“Highway Strips” in Kanada

Es gibt sie noch, die aktiven Highway Strips, und zwar in Kanada! Diesen schönen Link auf Bestimmungen der Provinz Manitoba fand ich in einem französischen Forum: Use of Highways by Aircraft Regulation.

In Mitteleuropa nur schwer vorstellbar: nach Anmeldung dürfen Agrarflugzeuge auf Fernstraßen starten und landen, wenn sonst keine geeigneten Flächen zur Verfügung stehen. Es braucht noch zwei “Flagpersons”, die den Verkehr regeln, der nicht länger als jeweils 5 Minuten unterbrochen sein sollte.

Und es gibt auch ein entsprechendes Verkehrsschild “Temporary Airstrip”, das hier zu finden ist: Traffic Control Devices Order, amendment. Ein französisches Zusatzschild “Piste d’atterrissage temporaire” kann zusätzlich angebracht werden.

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MIL AIP Polen online

Erst vor ein paar Tagen habe ich bemerkt, dass es seit Januar auch für Polen ein MIL AIP online gibt: Aeronautical Information Service Poland – Służba Informacji Lotniczej.

Die Seite erfordert eine Anmeldung, aber die ist unkompliziert. Danach hat man Zugriff auf die Daten der aktiven polnischen Militärflugplätze (bzw. auch der Flughäfen und Zivilflugplätze). Sehr interessant, auch wenn ich mir erhofft hatte, Angaben über den Kliniska Highway Strip zu finden, aber dieser wird nirgends erwähnt.

Auffällig an den Flugplätzen sind die vielen ILS-Installationen, dafür kaum UHF-Ausstattung. Und vielleicht etwas abenteuerlich an den Karten: die primäre Entfernungsangabe ist in km (Seemeilen sind in Klammern genannt) und Höhen in Metern.

Insgesamt finde ich die Veröffentlichung sehr begrüßenswert und fortschrittlich!

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Noch einmal auf einem echten Highway Strip / Autobahnabschnitt landen

Etwas Lustiges: Wer nochmal das Erlebnis haben möchte, mit einem Flugzeug auf einem echten Highway Strip zu starten oder zu landen, für den gibt es hier das richtige Angebot: Private Jets Charter. Das Unternehmen bietet u.a. Charter zu Straßenlandeabschnitten in Polen an, z.B. zum Air Charter Service for Osie (Lipinki) Highway Strip. Zitat von der Website: “… more travelers are choosing to charter private jets to get to Osie (Lipinki) Highway Strip”.

Hier hat wohl jemand eine Datenbank mit allen Flugplätzen dieser Welt genommen und daraus in Serienbrief-Manier für jeden Platz eine Html-Seite erstellt. Man sollte direkt mal nachfragen, wie teuer ein Flug nach Osie ist :-) :-)

Das ist übrigens der Straßenlandeabschnitt (polnisch: DOL), idyllisch im Wald gelegen:

Der Highway Strip bei mil-airfields.de DOL Osie

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Neue Adresse für den Blog

Heute habe ich den Blog auf WordPress umgestellt und dabei auch die Adresse geändert: ab sofort ist er unter blog.mil-airfields.de erreichbar.

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Joint Operations Graphics in der Perry-Castañeda Library Map Collection

Die wundervolle Map Collection der Perry-Castañeda Library der University of Texas at Austin bietet eine umfangreiche Sammlung historischer Karten zum Download. Dazu gehören auch Luftfahrtkarten der Serien ONC (Operational Navigation Chart, 1:1.000.000), TPC (Tactical Pilotage Charts, 1:500.000) und JOG AIR (Joint Operations Graphics, 1:250.000).

Wie ich heute erfreut feststellen konnte, hat sich der Bestand an JOGs seit meinem letzten Besuch stark vergrößert. Es liegt eine Unmenge von Karten aus Mittelamerika, Afrika und Asien vor, aber auch aus Russland.

Bemerkenswert: Die Kartengrundlage hinkte manchmal deutlich hinterher. So sind zwar die Luftfahrtinformationen auf der Karte NM 36-1 (Tschernigow/Tschernihiw, Ukraine) auf den 28.04.1983 datiert, die Kartengrundlage selbst stammt aber aus den Jahren 1966/67. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass die Stadt Prypjat komplett fehlt, denn sie wurde erst 1970 gegründet. Am Ort des Kernkraftwerks Tschernobyl ist immerhin ein Schornstein eingezeichnet, aber da er ein Hindernis darstellt, ist er wohl eher zu den Luftfahrtinformationen zuzurechnen, die ja neueren Datums sind.

Ganz überraschend ist diese zeitliche Differenz aber auch nicht, denn es dürfte eine ganz schöne Herausforderung gewesen sein, ein großflächiges Kartenwerk im Maßstab 1:250.000 auf dem Laufenden zu halten. Und selbst die NVA druckte noch in den 1980er Jahren Spezialkarten vom Bundesgebiet mit einer topografischen Grundlage aus den 1960er Jahren.

Ausschnitt aus der Karte NM 36-1 mit zwei Flugplätzen im Gebiet um Tschernigow/Tschernihiw
Karte vom Gebiet Tschernigow/Tschernihiw

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Magan: Instrumentenlandesystem (ILS) auf Graspiste

Eine eher ungewöhnliche Kombination: Gras-Start- und Landebahn mit Instrumentenlandesystem. Zu finden in Russland, z.B. auf dem Flugplatz Magan/Маган (N620633 E1293358).


Größere Kartenansicht

Der Ort liegt 12 km nordwestlich von Jakutsk. Laut russischem Wikipedia wurde der Flugplatz Magan im zweiten Weltkrieg zum Empfang von US-amerikanischen Lend-Lease-Lieferungen genutzt und erhielt mit 3,4 km die längste unbefestigte Landebahn der Sowjetunion. Auf Google Earth sieht das Gelände auch heute noch so groß aus, wobei die Start- und Landebahn nur auf 2400 m markiert ist.

Gleitwegsender am nordöstlichen Ende:

Größere Kartenansicht

Landekurssender im Südwesten:

Größere Kartenansicht

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Flugplatz Tscherski

Auf einer russischen Karte habe ich diesen Flugplatz entdeckt: Tscherski (Черский). Der Ort liegt weit im Osten, in der Nähe des Polarmeers am Fluss Kolyma und hat ca. 3000 Einwohner, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Tscherski

Auch wenn es nicht direkt mit dem Kalten Krieg zu tun hat, so finde ich doch den Flugplatz sehr interessant: Er hat im Winter eine Start- und Landebahn auf dem Eis des Kolyma.

Die Karte zeigt die ungefähre Lage:

  • Start- und Landebahn auf dem Eis (Richtung 03/21) (blau)
  • Rollweg vom Flugplatz zur Eisbahn
  • Abstellfläche
  • Funkfeuer auf dem Eis, nutzbar für beide Start- und Landebahnen (gelbe Markierung)


RU: Tscherski / Черский auf einer größeren Karte anzeigen

Bilder habe ich auch gefunden:

An-74 in Tscherski
https://picasaweb.google.com/lugovs/WKDUYJ#5272985686649724898

Lufbild des nordwestlichen Teils mit Kontrollturm und Abstellflächen. Hier kann man links der Start- und Landebahn die Rampe zum Wasser erkennen.
http://www.panoramio.com/photo/4966149

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Harrier-Feldflugplätze

Auf Youtube habe ich drei sehr schöne Videos gefunden, die den Einsatz von Harrier-Flugzeugen auf Feldflugplätzen in Deutschland zeigen.

Übung der ROYAL AIR FORCE vom 07.05-20.5 1984 in Rüthen-Oestereiden! (*)

Das Video zeigt Senkrechtlandungen und Flugzeugstarts.

The Harrier Force On Exercise In West Germany. 1980s. (*)

Sehr schönes kommentiertes Video zum Bau und zur Nutzung eines Feldflugplatzes: Anlieferung der Metallplatten und Bau der Startbahn, Bau eines Unterstandes, Einebnung von Rollwegen, Senkrecht-Landung eines Harriers, Einparken des Harriers unter einem Tarnnetz mit drei befestigten Bahnen (Hauptfahrwerk und Räder an den Tragflächenenden), Anlassen der Triebwerke, Flugzeugstart, Abbau und Reinigung.

Harrier 4Sqn RAF Gütersloh im Manöver Lionheart 9/1984 (*)

Fernsehbericht zum Einsatz von Harrier-Maschinen von einer Landstraße bei Warendorf. Hier kann man sehr schön die Platten-Rollwege und ihr Verhalten beim Rollen mit einem Flugzeug sehen.

(*) Die Videos stammen nicht von www.mil-airfields.de, sondern wurden von anderen Benutzern in das Videoportal eingestellt.

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mil-airfields.de im Monat April

Auch wenn schon fast wieder Mitte Mai ist, so möchte ich euch trotzdem noch einen kleinen Rückblick auf den Vormonat geben.

Im April konnte ich einen neuen Besucherrekord verzeichnen: insgesamt kamen 10.475 Besucher auf meine Website (Vormonat 10.143), das waren durchschnittlich 349 Besucher pro Tag (Vormonat 327).

Im April gab es auch den Tag mit den bisher meisten Zugriffen überhaupt, leider aus traurigem Anlass: am 11.04. riefen 505 Besucher Seiten von mil-airfields.de auf. Es war der Tag nach dem Absturz der polnischen Tu-154 in Smolensk. Die häufigsten Suchanfragen standen direkt mit dem Ereignis im Zusammenhang: prmg landing system, prmg landing, smolensk lotnisko und lotnisko smolensk. Was hatte mil-airfields.de damit zu tun? Eigentlich nichts, es ist mehr oder weniger nur Zufall, dass die Seite Chojna alle diese Begriffe enthält: Weil es ein polnischer Flugplatz war, habe ich den Begriff lotnisko in den Dateinamen für die englische Seite aufgenommen. Das dort stationierte Regiment wurde 1992 nach Smolensk abgezogen. Außerdem ist auf der Seite das PRGM des Flugplatzes Chojna aufgeführt.

Die am häufigsten aufgerufenen Seiten sind die Übersichtsseiten zu Deutschland sowie die Übersichtskarte. Bei den Ländern folgen Polen (264 Mal auf Deutsch, 468 Mal auf Englisch), Tschechien (206/210) und die Schweiz (211/85). Eine weitere sehr häufig aufgerufene Seite war wieder einmal das Sondernetz S1 (510 Mal).

Die am häufigsten aufgerufenen Flugplatzseiten waren Chojna (Deutsch 65/ Englisch 302), Altes Lager (256/80), Berlin-Tempelhof (157/179), Sperenberg (204/79) und Neuhardenberg-Marxwalde (149/112).

Inhalte: Während der März sein Highlight mit dem Bericht über die Rückführung polnischer Flugzeuge aus Tempelhof hatte, waren die Änderungen im April eher handwerklicher Natur. Ich habe weitere Länder auf das Kompaktformat umgestellt bzw. um Karten ergänzt Niederlande, Belgien und Slowakei). Dazu kam eine Überarbeitung der Flugplätze des Army Air Corps sowie Ergänzungen im Verzeichnis der NVA-Dienstvorschriften.

Als echte Neuerung kam die Seite UKW-Funk des Ministeriums für Staatssicherheit hinzu. Es liegt zwar thematisch nicht besonders dicht bei Militärflugplätzen. Aber mit dem S1-Netz hatte ich ohnehin schon Informationen zum DDR-Fernmeldewesen. Und da sich etwas Material angesammelt hatte, wollte ich es nun veröffentlichen, so dass die interessierte Allgemeinheit auch etwas davon hat, zumal es das bisher im Internet nicht gab.

Vielen Dank für eure Besuche und eure Mails!

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Noch einmal: Ordnung zum Fliegen am Flugplatz Salzwedel

Letzten September hatte ich im Beitrag Ordnung zum Fliegen … Meiningen Nordhausen und Salzwedel über die Dokumente zu den Flugplätzen Meiningen, Nordhausen und Salzwedel berichtet, die man auf den sehr schön und professionel gestalteten Seiten www.nva-flieger.de herunter laden kann. Als eine Besonderheit fiel mir auf, dass im Dokument für Salzwedel zwar eine Landerichtung 270°/90° angegeben ist, aber gleichzeitig die Platzrunde in Ost-West-Richtung gedreht eingezeichnet ist. Ich fragte “Absicht oder Fehler”?

Der Webmaster von nva-flieger.de, Thomas Hietschold, ist dieser Frage tatsächlich nachgegangen und er schrieb dazu folgendes:

“Die Ursache für die Diskrepanz ist recht einfach: Schlamperei beim Zeichnen. Man hat ja seinerzeit alles mit dem Stift gemacht (im besten Falle als schöne Tuschezeichnung, so wie im Dokument Nordhausen- auch wenn das auf dem Scan nicht mehr so gut zu erkennen ist) und hatte wahrscheinlich nicht die rechten Ambitionen, das ganze noch einmal zu zeichnen. Das kann ich zwar nicht nachvollziehen, da es der geforderten “Stabskultur” in der NVA widersprach und außerdem eben auch ungenaue fliegerische Unterlagen ergab. Aber man muss nicht alles verstehen. Die Richtung muss also wirklich 270° betragen.”

Thomas, vielen Dank für die Recherche!

Der Flugplatz auf mil-airfields.de: Salzwedel (HS-16).

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